SPENDEN

     Empfänger:
     Ideenwerkstatt-
     Marxloher Bündnis
 
     Kto-Nr.: 200 160 422
     BLZ     : 350 500 00
     Sparkasse Duisburg
    

    Wir bitten alle Spender
    ihre angekündigten
    Spenden zu überweisen,
    und Menschen die noch
    spenden möchten dies
    zu tun.   

    Denn ihr wisst ja,
    ohne Moos nix los!

 

Marxloh stellt sich quer

plakat



Resümee zum 3. Marxloher Bündnis vom 25.1. – 1.4.2010
Das breite Bündnis von Demokraten, die sich in einem nur achtwöchigen Integrationsprozess zusammengefunden haben, endete mit der universell gültigen Aussage:
„Hand in Hand gegen Rassismus“.
Diese Losung hing an der Moschee, an beiden Kirchen und an unserer Bühne.
Ausgangspunkt waren die schändlichen Parolen der beiden rechtsextremen Vereinigungen NPD und Pro-NRW, die lauteten: „Abendland in Christenhand“ und „Niemals deutsches Land in Moslemhand“. Uns ist es gelungen, gegenüber der breiten Öffentlichkeit aufzudecken, dass hinter diesen islamfeindlichen Parolen rassistische Ausgrenzung und wahlpolitische Bauernfängerei steht. Das war ein wichtiger politischer Erfolg unserer Bündnisarbeit.
Die Kraft dieser Bürgerbewegung konnte es verhindern, dass die Feinde von Demokratie und Menschenrechten nach Marxloh kommen konnten und dass über 5000 Menschen gegen 300 Rassisten standen. So sieht es auch die veröffentlichte Meinung, auch wenn wir es dieses Mal noch nicht verhindern konnten, dass die rechtsextremen Gruppen ihre Hasstiraden über Anwohner der beiden angrenzenden Stadtteile ergießen konnten.
Das war dem beispiellosen Großeinsatz der Polizei geschuldet, der diese rechtsextremen Antidemokraten geschützt hat und uns Bürgerinnen und Bürgern das Recht zur kritischen Teilnahme an der Demonstration der Rassisten von NPD und Pro-NRW genommen hat. Diese Volksverhetzer würden, kämen sie an die Macht wie 1933, das Recht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit, auf dass sie sich jetzt so vehement berufen und das ihnen gewährt wird, umgehend außer Kraft setzen.
Unserer Meinung nach darf es aber kein Recht auf Volksverhetzung geben. Die NPD skandierte am Hauptbahnhof zu den Gegendemonstranten: „Hängt sie auf, hängt sie auf“. In Fahrn sagte ein Redner der NPD: „ Wir kämpfen jeden Tag dafür, dass dieser Staat zerstört wird.“  Und so etwas wird polizeilich geschützt.
Trotz dieses Erfolges berührt es uns tief miterleben zu müssen, wie eine so kleine Menge Rechtsradikaler (ca.150 NPDler und 150 Pro-NRWler) einen ganzen Stadtteil in Angst und Schrecken versetzen kann und dabei noch durch staatliche Institutionen unterstützt wird. Eine ganze Autobahnabfahrt wurde für die An- und Abreise dieser Herrschaften gesperrt. Die NPDler wurden mit 3 Bussen der DVG von Dinslaken zur Altenrader Straße transportiert und von dort zurück! Gleichzeitig wurde die Anreise der Gegendemonstranten massiv be- und verhindert.
Mit unseren Aktionen und unserem offenen Blockadekonzept haben wir uns entschlossen und partiell auch erfolgreich diesem Ungeist in den Weg gestellt. Wir haben von Anfang an und ganz offen gesagt: Wir sind gewaltfrei und von uns geht keine Eskalation aus. Das haben wir auch aktiv in drei Gesprächsrunden beim Oberbürgermeister kommuniziert und auf allen Flyern veröffentlicht. Und wie in Jena, Köln und Dresden hat dieser klare Aktionskonsens Ausschreitungen verhindert. Auch das ist unsere Leistung.
Leider hat die Polizei diese von uns ausgestreckte Hand nicht ergriffen und trat den Gegendemonstranten gegenüber an diversen Stellen völlig unangemessen, z.T. willkürlich und aggressiv auf. Von Deeskalation war da mit wenigen Ausnahmen nichts zu merken. Das martialische und z.T. aggressive Auftreten wurde von vielen Teilnehmern als Polizeigewalt, die völlig ohnmächtig macht, empfunden. Ist das nicht eine verkehrte Welt, wenn die Staatsgewalt so den demokratisch gesinnten Bürgerinnen und Bürgern gegenüber tritt? Wir haben uns durch dieses unprofessionelle Verhalten jedoch nicht provozieren lassen.
Wir lassen uns von unserm sicheren Empfinden, legitim zu handeln, leiten. Wir sind empört und verletzt über die rassistischen Anfeindungen uns Bürgerinnen und Bürgern gegenüber. Aber dadurch lassen wir uns nicht abschrecken. Wir wollen weiter „Hand in Hand“ d.h. im gegenseitigen Verständnis und Respekt dazu beitragen, Rassismus und Menschenverachtung in unserer Gesellschaft abzubauen. Unsere erfolgreiche Arbeit der letzten acht Wochen, das Trennende zurückzustellen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, gibt uns die Kraft, genau in dieser Richtung weiter zu machen. Ein Reporter sagte uns jetzt, dass wir mit diesem Prozess einen Pflock in die politische Kultur unserer Stadt eingesetzt haben – ein Lob das wir gerne annehmen.
Wir haben ein Aufmerksamkeitssignal in die Gesellschaft gesetzt. „So nicht! Nicht mit uns, das machen wir nicht mehr mit!“ Unser Ziel wäre es zu erreichen, dass sich alle gesellschaftlichen Gruppen an diesem einen Punkt einig werden - Rassismus zu ächten. Dazu brauchen wir einen breiten Diskussionsprozess und neue Gesetze, damit die staatlichen Institutionen nach dem Grundgesetz die Demokratie und nicht die Nazis schützen.
„Genauso gefährlich wie die Antidemokraten ist die Gleichgültigkeit der Demokraten“
heißt ein wichtiger Satz. Wir haben als Organisatoren im Marxloher Bündnis in enger Zusammenarbeit mit dem Bündnis Duisburg-stellt-sich-quer gezeigt, wie es gehen kann, wenn man eben nicht gleichgültig ist und sich entschieden und klar in den Weg stellt. Das war ein guter Anfang. Immer wenn Marxloh in Not ist werden wir das Bündnis reaktivieren. Und wir wollen versuchen, dieses friedliche aber entschlossene Konzept durch die Vermittlung von Erfahrungen aus anderen Städten und Bundesländern noch besser zu lernen.
Deshalb bitten wir auch alle, uns ihre konstruktive Kritik unter dem Motto: „Was müssen wir beim nächsten Mal besser machen“ zuzusenden.
Und wir bedanken uns bei allen, die uns aktiv unterstützt haben und durch ihre Zivilcourage gezeigt haben wie man auf diesem neuen Weg des Widerstandes weiter kommen kann.
Für das Marxloher Bündnis:
Sylvia Brennemann und Michael Lefknecht
Resümee zum 3. Marxloher Bündnis vom 25.1. – 1.4.2010

Das breite Bündnis von Demokraten, die sich in einem nur achtwöchigen Integrationsprozess zusammengefunden haben, endete mit der universell gültigen Aussage:

„Hand in Hand gegen Rassismus“.
 
Diese Losung hing an der Moschee, an beiden Kirchen und an unserer Bühne.
 
Ausgangspunkt waren die schändlichen Parolen der beiden rechtsextremen Vereinigungen NPD und Pro-NRW, die lauteten: „Abendland in Christenhand“ und „Niemals deutsches Land in Moslemhand“. Uns ist es gelungen, gegenüber der breiten Öffentlichkeit aufzudecken, dass hinter diesen islamfeindlichen Parolen rassistische Ausgrenzung und wahlpolitische Bauernfängerei steht. Das war ein wichtiger politischer Erfolg unserer Bündnisarbeit. 
 
Die Kraft dieser Bürgerbewegung konnte es verhindern, dass die Feinde von Demokratie und Menschenrechten nach Marxloh kommen konnten und dass über 5000 Menschen gegen 300 Rassisten standen. So sieht es auch die veröffentlichte Meinung, auch wenn wir es dieses Mal noch nicht verhindern konnten, dass die rechtsextremen Gruppen ihre Hasstiraden über Anwohner der beiden angrenzenden Stadtteile ergießen konnten.
 
Das war dem beispiellosen Großeinsatz der Polizei geschuldet, der diese rechtsextremen Antidemokraten geschützt hat und uns Bürgerinnen und Bürgern das Recht zur kritischen Teilnahme an der Demonstration der Rassisten von NPD und Pro-NRW genommen hat. Diese Volksverhetzer würden, kämen sie an die Macht wie 1933, das Recht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit, auf dass sie sich jetzt so vehement berufen und das ihnen gewährt wird, umgehend außer Kraft setzen.
 
Unserer Meinung nach darf es aber kein Recht auf Volksverhetzung geben. Die NPD skandierte am Hauptbahnhof zu den Gegendemonstranten: „Hängt sie auf, hängt sie auf“. In Fahrn sagte ein Redner der NPD: „ Wir kämpfen jeden Tag dafür, dass dieser Staat zerstört wird.“  Und so etwas wird polizeilich geschützt. 
 
Trotz dieses Erfolges berührt es uns tief miterleben zu müssen, wie eine so kleine Menge Rechtsradikaler (ca.150 NPDler und 150 Pro-NRWler) einen ganzen Stadtteil in Angst und Schrecken versetzen kann und dabei noch durch staatliche Institutionen unterstützt wird. Eine ganze Autobahnabfahrt wurde für die An- und Abreise dieser Herrschaften gesperrt. Die NPDler wurden mit 3 Bussen der DVG von Dinslaken zur Altenrader Straße transportiert und von dort zurück! Gleichzeitig wurde die Anreise der Gegendemonstranten massiv be- und verhindert.
 
Mit unseren Aktionen und unserem offenen Blockadekonzept haben wir uns entschlossen und partiell auch erfolgreich diesem Ungeist in den Weg gestellt. Wir haben von Anfang an und ganz offen gesagt: Wir sind gewaltfrei und von uns geht keine Eskalation aus. Das haben wir auch aktiv in drei Gesprächsrunden beim Oberbürgermeister kommuniziert und auf allen Flyern veröffentlicht. Und wie in Jena, Köln und Dresden hat dieser klare Aktionskonsens Ausschreitungen verhindert. Auch das ist unsere Leistung.
 
Leider hat die Polizei diese von uns ausgestreckte Hand nicht ergriffen und trat den Gegendemonstranten gegenüber an diversen Stellen völlig unangemessen, z.T. willkürlich und aggressiv auf. Von Deeskalation war da mit wenigen Ausnahmen nichts zu merken. Das martialische und z.T. aggressive Auftreten wurde von vielen Teilnehmern als Polizeigewalt, die völlig ohnmächtig macht, empfunden. Ist das nicht eine verkehrte Welt, wenn die Staatsgewalt so den demokratisch gesinnten Bürgerinnen und Bürgern gegenüber tritt? Wir haben uns durch dieses unprofessionelle Verhalten jedoch nicht provozieren lassen. 
 
Wir lassen uns von unserm sicheren Empfinden, legitim zu handeln, leiten. Wir sind empört und verletzt über die rassistischen Anfeindungen uns Bürgerinnen und Bürgern gegenüber. Aber dadurch lassen wir uns nicht abschrecken. Wir wollen weiter „Hand in Hand“ d.h. im gegenseitigen Verständnis und Respekt dazu beitragen, Rassismus und Menschenverachtung in unserer Gesellschaft abzubauen. Unsere erfolgreiche Arbeit der letzten acht Wochen, das Trennende zurückzustellen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, gibt uns die Kraft, genau in dieser Richtung weiter zu machen. Ein Reporter sagte uns jetzt, dass wir mit diesem Prozess einen Pflock in die politische Kultur unserer Stadt eingesetzt haben – ein Lob das wir gerne annehmen.
 
Wir haben ein Aufmerksamkeitssignal in die Gesellschaft gesetzt. „So nicht! Nicht mit uns, das machen wir nicht mehr mit!“ Unser Ziel wäre es zu erreichen, dass sich alle gesellschaftlichen Gruppen an diesem einen Punkt einig werden - Rassismus zu ächten. Dazu brauchen wir einen breiten Diskussionsprozess und neue Gesetze, damit die staatlichen Institutionen nach dem Grundgesetz die Demokratie und nicht die Nazis schützen.
 
„Genauso gefährlich wie die Antidemokraten ist die Gleichgültigkeit der Demokraten“ heißt ein wichtiger Satz. Wir haben als Organisatoren im Marxloher Bündnis in enger Zusammenarbeit mit dem Bündnis Duisburg-stellt-sich-quer gezeigt, wie es gehen kann, wenn man eben nicht gleichgültig ist und sich entschieden und klar in den Weg stellt. Das war ein guter Anfang. Immer wenn Marxloh in Not ist werden wir das Bündnis reaktivieren. Und wir wollen versuchen, dieses friedliche aber entschlossene Konzept durch die Vermittlung von Erfahrungen aus anderen Städten und Bundesländern noch besser zu lernen. 
 
Deshalb bitten wir auch alle, uns ihre konstruktive Kritik unter dem Motto: „Was müssen wir beim nächsten Mal besser machen“ zuzusenden.
 
Und wir bedanken uns bei allen, die uns aktiv unterstützt haben und durch ihre Zivilcourage gezeigt haben wie man auf diesem neuen Weg des Widerstandes weiter kommen kann.

Für das Marxloher Bündnis: 

Sylvia Brennemann und Michael Lefknecht
 

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Seid willkommen!

HAND in HAND gegen RASSISMUS

Bitte beachtet, dass Sonntag
den 28. März 2010 um 02:00 MEZ, 
die Uhr 1 Stunde vorzustellen ist
.
 

Bitte reist so früh wie möglich an!

Marxloh stellt sich quer!

Aufruf  zum friedlichen und 
gewaltfreien Widerstand 
gegen den Sternmarsch
von Pro NRW und NPD
 

Die rechtspopulistische Partei Pro NRW und die faschistische NPD kündigen an, am 27. und 28.3.2010 Aufmärsche gegen die Duisburger Merkez Moschee durchzuführen. Pro NRW und NPD wollen wie in der Schweiz ein Minarettverbot durchsetzen. Rechte aus Deutschland und ganz Europa sind zu ihren Aufmärschen bereits eingeladen. Wir stellen uns allen Rechten entgegen, egal woher sie kommen!

Die rassistische Hetze von Pro NRW und NPD zielt darauf ab, die Vorurteile und Ängste gegenüber Menschen islamischen Glaubens für ihre Ziele zu nutzen. Während die NPD offen nationalistisch und rassistisch auftritt, versucht Pro NRW nach außen den bürgerlichen Schein zu wahren. Sie entlarvten sich jedoch selbst durch Personen in der Führungsriege, die eine einschlägige Vergangenheit haben. Hinter der scheinbaren bürgerlichen Fassade versteckt sich eine tiefe Verachtung, die sich in Wirklichkeit gegen Muslime, Migranten und anders Denkende richtet.

Das Marxloher Bündnis hat sich 2010 wieder zusammengeschlossen, um sich gemeinsam, partei-, kultur- und religionsübergreifend, den Rechten entgegenzustellen. Der Aufmarsch der rechten Parteien ist nicht nur ein Angriff gegen den Islam, sondern zielt darauf ab, das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kultur und Religion zu (zer)stören. Der Aufmarsch ist ein Angriff auf unsere Grundrechte und unseren Stadtteil. Das werden wir nicht hinnehmen, und stellen uns quer!

Das Marxloher Bündnis fordert alle demokratischen Kräfte dazu auf, jetzt gemeinsam mit uns die umfassende Aufklärung und Mobilisierung in den Stadtteilen und über Duisburg hinaus zu beginnen!

 

Unterstützt uns und kommt am 27./28. März 2010 in unseren Stadtteil, gemeinsam werden wir uns der NPD und pro NRW entgegenstellen.

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Wir haben den Jenaer Aktionskonsens übernommen:


1. Von uns geht keine Eskalation aus.     

2. Wir bilden Menschenblockaden, keine Materialblockaden.      

3. Wir sind solidarisch mit allen, die dieses Ziel mit uns teilen. 
 

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Das Marxloher Bündnis unterstützt die Aktionskonferenz in Jena.